Wissenswertes

Buchholz in der Nordheide

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Im Tierreich unterscheidet man zwischen Ein- und Mehrzellern. Die Mehrzeller - zu denen alles gehört was in unserem normalen Sehbereich liegt - wiederum teilt man in ca. 30 Stämme. Einer dieser Stämme sind die Arthropoden, zu denen neben den Insekten die Spinnentiere und Krustazeen (z.B. Hummer) gehören. Dieser Stamm stellt mehr als 80 % aller Tierarten und die Insekten wiederum stellen ca. 80 % der Arthropoden.

Wir leben also nicht im Zeitalter der Wirbeltiere, sondern in dem der Arthropoden. Die artenreichste Tierordnung sind die Käfer. Zu ihnen gehören mehr als eine Million Arten. An zweiter Stelle stehen die Schmetterlinge mit etwa 160.000 Arten. Man vermutet, dass in den Regenwäldern Südamerikas und Asiens noch mindestens 10.000 unentdeckte, bzw. unbeschriebene Arten existieren. Es steht zu befürchten, dass durch die exzessive Vernichtung der Regenwälder auf allen Kontinenten ein großer Teil davon auch unentdeckt bleiben wird.

Die Köcherfliegen, von denen die Schmetterlinge mit einiger Wahrscheinlichkeit abstammen, gibt es noch heute. Ihre Larven leben im Wasser in einem aus Sandkörnchen und Pflanzenteilen zusammengeklebten "Köcher" aus dem nur der Kopf und die Vorderbeine herausragen. Die Abspaltung von den Köcherfliegen fand vor ca. 150 Millionen (in Zahlen 150.000.000) Jahren statt. Zu dieser Zeit (dieses Erdzeitalter nennt man Mesozoikum, Erdmittelalter) waren die Saurier die beherrschende Tierart auf der Erde.

Es gibt mehr als 60 Theorien zum Aussterben dieser Tierriesen (der größte von ihnen, der Brachiosaurus hatte eine Körpergröße von mehr als 18 Metern und wog etwa 30 Tonnen). Eine dieser Theorien besagt, dass die Schmetterlinge, bzw. die Raupen der Schmetterlinge die Schuld am Aussterben der Saurier tragen. Die beiden so unterschiedlich großen Tierarten (bis auf die jeweils räuberisch lebenden) fraßen das gleiche Futter, Pflanzenteile, Blätter. Die Hauptfeinde der Raupen, die kleineren Vögel, gab es damals noch nicht. So war es möglich, dass die Schmetterlingsraupen sich explosionsartig vermehrten und den riesigen, relativ trägen Sauriern das Futter wegfressen konnten. Um diese ungeheure Gefräßigkeit verstehen zu können muss man wissen, dass ein einziger Schmetterling von im Minimum 50 Eiern bis hin zu 17.000 Eiern ablegen kann.

Heute gibt es mehr als genug Feinde der Schmetterlinge, die dafür sorgen, dass es keine Überpopulation geben kann. Im Mesozoikum gab es jedoch noch kaum Tiere die sich diese neue Futterquelle erschlossen hatten. Die ersten kleinen Säugetiere, rattenähnliche Wesen, und einige andere Tiere fraßen die Raupen, aber im Wesentlichen waren die Raupen im Kronenbereich der erdmittelalterlichen Landschaft gut geschätzt.

Wenn man einmal anfängt zu rechnen und einen Schmetterling zum Beispiel nimmt, den fast alle kennen, unseren heimischen "Kleinen Fuchs", so erhält man bei drei Generationen im Jahr (Mittelmeerraum) und einer Eizahl von ca. 200 pro Weibchen in einem Jahr von einem Pärchen etwa 2 Millionen Exemplare. Bei tropischen Arten mit bis zu 9 Generationen im Jahr ergäbe es (natürlich rein theoretisch, da es auf der ganzen Welt nicht genug Pflanzen gäbe um alle zu ernähren) ca.100000000000000000000000000000000000000000000000000000 0000 0 0000000000 0000000000000000000000000000000000000000000000000000000 000 Exemplare (eine Eins mit 128 Nullen) im Jahr. Eine Bezeichnung gibt es für diese Zahl

 

 

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